Typischer Produktionsablauf
Der Weg von der Eingangsprüfung der zu beschichtenden Werkzeuge und Präzisionsbauteile bis zum Rückversand an den Kunden ist ein spezialisierter Produktionsprozess in vielen Einzelschritten - zugeschnitten auf die jeweils geforderte Beschichtung mit ihren besonderen Eigenschaften:
Eingangsprüfung
Die zu beschichtenden Teile werden auf Stückzahl, Werkstoff und Oberflächenzustand geprüft. Auf Basis der Kundenspezifikationen wird die Fertigungsfolge festgelegt.
Reinigung
Reine Oberflächen sind entscheidend für die Schichthaftung. Aus diesem Grund legt Oerlikon Balzers Wert auf PVD-gerechte Oberflächenpräparation: Die Reinigung erfolgt mehrstufig in einer Ultraschall-Reinigungslinie in alkalisch-wässrigen Lösungsmitteln ohne umweltbelastende Zusätze. Das Reinigen wird vereinfacht durch Anlieferung in speziellen Körben bzw. durch automatisierte Beladung der Reinigungslinie.
Vorbehandlung
Sind zusätzliche Vorbehandlungen nötig, nutzt Oerlikon Balzers Coating dazu entsprechende Technologien: Gasabscheidung im Vakuumofen sorgt zum Beispiel für die Entfernung von Materialrückständen in engen Bohrungen; Mikrostrahlen beseitigt poröse Oberflächenschichten.
Chargierung
Vor der Beschichtung werden die Teile auf auswechselbare Substrathalterungen chargiert und in die Anlage eingefahren. Bei großen Produktionsläufen erfolgt die Chargierung der Substrathalterungen automatisch. Dabei sichert eine definierte Anordnung der Teile reproduzierbare Präzision.
Beschichtung
Die Beschichtung besteht aus einer Abfolge automatisch gesteuerter sowie dokumentierter Prozesse. Die folgende Prozessreihenfolge kennzeichnet die spezielle Oerlikon Balzers Beschichtungstechnologie:
•  Abpumpen der Prozesskammer auf einen Basisdruck von rund 10-6 mbar
•  Anlagen- und Prozesscheck
•  Erhitzen der Werkzeuge bzw. Bauteile auf die benötigte Temperatur
•  Ionenätzen der Werkzeuge/Bauteile zur Erzeugung atomar reiner Oberflächen
•  Beschichten mittels PVD-/PACVD-Verfahren
•  Abkühlen
•  Anlagen- und Sicherheitscheck
Das Beschichtungs-Know-how von Oerlikon Balzers wird im Übergang von der Ätz- in die Beschichtungsphase deutlich. Genau gesteuertes Aufbringen geeigneter Zwischenschichten sorgt hier für optimale Haftung der Funktionsschicht. Die Schicht kann im Monolayer- oder Multilayer-Verfahren sowie in Nanostrukturen  aufgebracht werden. Die Einstellung der Plasma-Parameter bestimmt die Schichteigenschaften, und die erprobte Anlagentechnologie gewährleistet die nötige Prozess-Sicherheit.
Endprüfung
Dazu gehört die Prüfung von Eigenschaften wie Härte, Schichtdicke und -haftung sowie die Sichtkontrolle. Bei der Serienbeschichtung wird eine vereinbarte Zahl von Prüfteilen entnommen und eine statistische Prozesskontrolle der vereinbarten Prüfgrößen durchgeführt. Die automatisierte Prüfung von Serienbauteilen findet überall dort statt, wo dies unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten möglich ist.
Nachbehandlung/Konservierung
In vielen Fällen führt Oerlikon Balzers eine Nachbehandlung durch, zum Beispiel wenn die beschichteten Werkzeuge bzw. Bauteile zu entmagnetisieren oder zu konservieren sind.
Verpackung/Versand
Die beschichteten Teile werden üblicherweise im gleichen Gebinde zurückgesandt, in dem sie angeliefert wurden. Besonderes Einsparungspotenzial ergibt sich, wenn die Teile bereits in geeigneten Reinigungskörben angeliefert werden.
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Erfolgsfaktoren