Funktionsteilung ermöglicht Optimierung
Da die Beschichtung für hohe Verschleißfestigkeit und gute Gleiteigenschaften sorgt, kann der Grundwerkstoff so gewählt werden, dass er über optimale Festigkeit und Zähigkeit verfügt.

Das Beschichten von Stählen mit PVD- bzw. PACVD-Verfahren ist grundsätzlich uneingeschränkt möglich. Dabei gilt für jeden Werkstoff: Die Temperatur der letzten Wärmebehandlung* muss über der Beschichtungstemperatur** liegen, da das Beschichten der letzte Fertigungsschritt ist.

*    bei Stählen ist dies meist die Anlasstemperatur
**    je nach Schicht 200 °C bis 500 °C
Gut beschichtbare Werkstoffe
•  Vergütungsstähle
•  Werkzeugstähle
•  Austenitische Stähle
•  Ausscheidungsgehärtete Stähle
•  Baustähle
•  Nitrierte Stähle (nach Vorbehandlung)
•  Hartmetalle
•  Nickel- und Titanlegierungen
•  Kugellagerstähle*
•  Einsatzstähle*
•  Härtbare Chromstähle*
* nur für Niedertemperatur-Beschichtung < 250 °C
Bedingt beschichtbare Werkstoffe
•  Gusseisen
(Lamellengraphit günstiger)
•  Verchromte und vernickelte Metalle
(nur für geringe Belastungen, da limitierte Haftung zwischen Galvanikschicht und Grundwerkstoff)
•  Kupferlegierungen
(anspruchsvolle Reinigung)
•  Aluminiumlegierungen
(tiefe Beschichtungstemperatur nötig; limitierte Belastbarkeit)
•  Keramik
(muss elektrisch leitfähig bzw. metallisiert sein)
Nicht beschichtbare Werkstoffe
•  Sintermetalle mit offenen Poren
(nicht vakuumtauglich)
•  Kunststoffe
(nicht temperaturbeständig und nicht elektrisch leitend)